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Könnt Ihr Euch vorstellen eine Linux-Version von Restricted Area nachzureichen, wenn eine gewisse Nachfrage besteht?
Mit Linux ist das so eine Sache. Wir würden das Spiel gerne portieren, aber es gibt leider viele Dinge, die dagegen sprechen. Zum einen ist da natürlich die technische Seite: Restricted Area basiert auf DirectX und das ist nun mal Windows only. Es gibt zwar Linux-Portierungen von DirectX-Spielen und einige sollen auch gut sein, aber bei einem so umfangreichen Projekt wie Restricted Area ist der Aufwand leider nicht abzusehen.

Völlig ab von den Problemen der Portierbarkeit gibt es auch noch das Problem der Vermarktung. Linux hat bei Endkunden einen geringeren Marktanteil als Mac. Und schon für den Mac hat es sich für uns nicht gelohnt, eine Portierung anzufertigen (doppelte Arbeit beim Anfertigen der Gold-Version, doppelte Kosten im Presswerk, zusätzliche Plazierung in den Läden).

Und selbst wenn wir alle diese Schwierigkeiten überwinden würden, gäbe es noch ein letztes Problem, den Support. Es ist schon schlimm genug für die unterschiedlichen PC-Systeme zu entwickeln. Unterschiedliche Festplatten, unterschiedlicher Speicher, unterschiedlicher Videospeicher, anderes Dateisystem, Windows 98/ME/2000/XP und ATi/nVidia machen einem die Arbeit nicht gerade leichter.

Und jetzt stellt Euch vor wir müssten jeden Patch auch noch für Linux portieren. Das wäre die doppelte Arbeit, was zu halb so vielen Patches führen würde.
Aus diesen Gründen haben wir uns gegen eine Linux-Portierung entschieden und ich hoffe, Ihr versteht das. 

Outsourcing

Wie viele Entwickler waren an Restricted Area insgesamt beteiligt?
Meinst Du Programmier? Genau einer. Wenn man alle anderen Aspekte hinzunimmt, ist es schwer zu sagen. Das Kernteam besteht tatsächlich nur als Martin Jässing (Programmierung) und Jan Beuck (Rest). Aber wir haben mit vielen externen Firmen und Freelancern zusammengearbeitet, so dass es insgesamt eine recht lange Liste ist.

Habt Ihr auch die Programmierung bestimmter Elemente anderen überlassen?
Nein, die Programmierung verlief komplett In-House.

Ist der Qualitätslevel genauso hoch wie bei reinen In-House-Entwicklungen, wenn Ihr externe Mitarbeiter beauftragt?
Höher. Der Vorteil liegt ganz klar auf der Hand: Du brauchst eine Stadt? Okay, dann kannst Du Deinen Standard-Grafikern sagen, sie sollen eine Stadt für das Jahr 2083 machen. Oder Du suchst Dir irgendwo auf der Welt einen richtigen Architekten, der sich mit 3dsmax und CAD auskennt und in seiner Freizeit Zukunftsvisionen von Städten plant und beauftragst den. Was wird wohl besser? Natürlich ist ein hohes Maß an Absprache, Controlling und Logistik nötig. Aber das ist alles zu managen.

Welche grafischen Elemente wurden in Eurem Haus entwickelt?
In erster Linie das Interface, die Figuren und die Effekte. Also alles außer der Umgebungsgrafik, die aber natürlich den Hauptanteil ausmacht.

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weitere Informationen zum Spielveröffentlicht von Alexander Eck am 25.09.04
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