Übersicht · Artikel · News · Galerie · Spiele · Firmen · Partner

 

Zum nächsten *Burger-Laden* rechts abbiegen

2,5 Milliarden US-Dollar - so viel werden es sich die großen Konzerne im Jahr 2010 kosten lassen, Spiele mit Werbung zu füllen. "In-Game Advertising" oder euphemistisch "Rich-Media Content" nennt sich das Ganze und ist der neue Star am Marketing-Himmel. Begonnen hat der Trend in den 80ern, als Sega virtuelle Marlboro-Plakate in Spielhallen-Games aufhängte. Product Placements in Games - ist es das, was ich will?

Die Zeiten ändern sich: Vor 100 Jahren war die westlich geprägte Welt mitten im Industrialismus. Damals ging es den meisten Leuten noch darum, möglichst gut über die Runden zu kommen. Die großen Unternehmen kümmerten sich sehr wenig um ihre Mitarbeiter. Um ein positives Firmenimage kümmerten sie sich erst recht nicht. Heute, angekommen im 21. Jahrhundert, ist "Marketing" zum wichtigsten Schlagwort der Manager geworden. Ohne "marktorientiertes Denken", ständig den Kundennutzen im Hinterkopf und die Kunden im Nacken, überlebt in der globalisierten Welt kein Konzern mehr.

Ein zentrales Anliegen des Marketing ist die positive Außendarstellung von Firma, Marken und Produkten. Dazu haben sich kreative Köpfe in den letzten Jahrzehnten viele Kommunikationsformen ausgedacht und durchgesetzt. Wer von uns wurde nicht schon mit Direct Mailings bombardiert, die in "Spam" gerade ihren digitalen Höhepunkt erleben. Und seit James Bond und seinem Aston Martin (seit einigen Jahren schwört der gute Mann auf "Bee-Em-Dabl-Ju") ist auch Product Placement in Filmen zum gern genutzten Tool geworden.

Das Handliche daran: Als Kinobesucher kann ich nicht einfach so wegzappen, wenn ein Produkt beworben wird, schließlich gehört es zum Film. Die meisten stören sich auch nicht an dieser Art der Werbung, sondern erfreuen sich am erhöhten "Realismusgrad". Diese Form der Kommunikation treibt manchmal Stilblüten wie die wandernde Litfasssäule "I, Robot": Will Smith war in einem stylishen Audi unterwegs, ließ sich von JVC berieseln und freute sich nicht nur über FedEx-Roboter, sondern auch über die coolen Converse-Schuhe - die übrigens zu Nike gehören und gar nicht mal so alternativ sind, wie viele denken. Wer genau hinschaut oder hinhört, findet auch in anderen Medien Formen von Product Placement, zum Beispiel in Büchern oder Musik.

 1 | 2zu Seite 2
veröffentlicht von Alexander Eck am 17.07.05
Kommentare ein-/ausblenden


Impressum · Disclaimer
Copyright 2003 - 2012 Planet 3D Games